48. Internationales Filmwochenende Würzburg vom 27. bis 30. Januar 2022

Acasă, My Home

Regie: Radu Ciorniciuc
Rumänien | Finnland
Dokumentarfilm | OmeU (Rumänisch) | 2020 | 86 min | im Wettbewerb

 

Inhalt

Văcărești ist ein ehemaliges Wasserschutzgebiet am Rande des Stadtzentrums von Bukarest, das seine Funktion verloren hat. Seit den 90er Jahren veränderte es sich in eine Wildnis aus Seen, Wasserläufen, üppig wuchernder Vegetation, Fischen und Vögeln. Hier lebt eine 11-köpfige Familie in einer selbst gebauten Hütte im Einklang mit der Natur ein Leben fernab der Zivilisation. Ironischerweise trifft es die Bewohner hart, als das Gebiet zum Naturschutzgebiet deklariert wird: Sie werden zwangsweise umgesiedelt und müssen nun in der Stadt leben. Das bedeutet auch, mit der ihnen weitgehend fremden Zivilisation zurecht zu kommen. Vor allem die Kinder gehen recht unterschiedlich mit der Situation um und kommen mehr oder weniger gut mit dem neuen Leben zurecht. Ein bildgewaltiger Film, der Fragen aufwirft. Wie weit kann und darf man aus der Gesellschaft aussteigen?

 

Storyline

A former water conservation zone right outside Romania's capital Bukarest: A family of eleven has made their home in a self-built hut, living in harmony with their surroundings, in the lush vegetation full of lakes, fish and birds. When the area is declared a wildlife sanctuary, the parents and their nine children are forced to move into the city, into a new and unfamiliar life.

 

Über den Film

Radu Ciorniciuc’s documentary challenges our preconceptions about home and family. And while the viewers meditate on the things they take for granted in their lives, they may also be amazed at how little others need to be happy and how easily paradise can be lost.
Cineuropa

Beautiful documentary that asks questions about growth, acceptance, and gentrification. The answers are up to the audience in a powerful story.
Nathaniel Muir, AIPT

„Wenn jemand mir sagen würde: ‚Rică, geh wieder zurück, deine Hütte wartet‘, würde ich losrennen, so schnell ich kann.“ Der Kulturschock sitzt tief. Ricăs Vater hasst die Zivilisation und hat gemeinsam mit seiner Frau die neun Kinder in der Natur aufgezogen. Nun wurde die Familie nach Bukarest zwangsumgesiedelt. Radu Ciorniciucs intimes Porträt wird zur Reflexion über das Leben in der modernen Gesellschaft – und kreist um die Frage, ob man ihr überhaupt entkommen kann.
Ysabel Fantou, dokfest-muenchen.de

 

Preise

2020 Human Rights Award Sarajewo
2020 Special Jury Award for Cinematography Sundance
2020 VIKTOR Main Competition DokFest München

 

RegieRadu Ciorniciuc
DrehbuchRadu Ciorniciuc
Kamera Radu Ciorniciuc Mircea Topoleanu
SchnittAndrei Gorgan
TonTom Weber
MusikYari, Codrin George Lazăr, Gaute
ProduzentMonica Lăzurean-Gorgan, Radu Ciorniciuc, Ümit Uludağ, Ari Matikainen, Erik Winker, Martin Roelly