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Die Magie des Realen: Der Schweizer Architekt Peter Zumthor
Radio-Feature: Kino zum Hören

Regie: 

Sonderveranstaltung | dOF (Deutsch) | 2026 | 100 min

Vorstellung im Kino

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Inhalt

Sonderveranstaltung – Kino zum Hören „Die Magie des Realen: Der Schweizer Architekt Peter Zumthor“ von Moritz Holfelder, 75 Min. (Hörfilm) Moritz Holfelder überträgt sein mit dem deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnetes Porträt Peter Zumthors auf die große Leinwand. Die komplexe und vielstimmige Tonspur ergänzt er im abgedunkelten Kino mit Bildern der wichtigsten Gebäude des so eigenwilligen wie gefeierten Architekten: der Feldkapelle Bruder Klaus, der Felsentherme Vals, der Kapelle Sogn Benedetg, des Kunsthaus Bregenz und des Kölner Diözesanmuseums. Ein fesselnder architektonischer Fotofilm entsteht. Holfelder begibt sich auf Zumthors Spuren, der versucht, das Wesentliche der Dinge in der Architektur zu entdecken. Dem Pritzker-Preisträger von 2009 gelingt das vor allem durch die Reduktion auf wenige Materialien und klare Formen. Auf faszinierende Art und Weise verbindet er Minimalismus und Sinnlichkeit. Und er lässt sich Zeit. Viel Zeit. Der Architekt versteht sich nicht als Dienstleister, sondern als Schöpfer aussergewöhnlicher Bauten. Über die Arbeitsweise Das Porträt Peter Zumthors basiert auf stundenlangen Interviews mit dem Architekten, die in Ausschnitten zu hören sind. Dazu gesellen sich vom Autor und einer Sprecherin vorgetragene Beschreibungen der Gebäude sowie akustische Erkundungen in den Bauten Zumthors, aufgenommen mit einem Kunstkopf-Mikrofon, das die spezielle Räumlichkeit erfahrbar macht, ergänzt durch Geräusche und einen eigenen Soundtrack. In der Jury-Begründung zum Deutschen Hörbuchpreis hieß es: „Dem Autor gelingt (…) das scheinbar Unmögliche: Er macht Architektur hörbar.“ Laura Weißmüller schrieb in der Süddeutschen Zeitung: „Die Gebäude werden so genau beschrieben, dass der Zuhörer meint, er begleite den Sprecher auf seiner Tour durch die Architektur, geht mit ihm die Treppe herunter, dreht sich um, geht dann weiter und bekommt dadurch langsam ein Gefühl für den Bau.“ Die meditativ eingesetzten Fotos entsprechen diesem Stil, ohne das Hörerlebnis zu konterkarieren.