Sechswochenamt
Regie: Jaqueline Jansen
Deutschland
Spielfilm | OmeU (Deutsch) | 2025 | 98 min | im Wettbewerb
Vorstellungen im Kino
334 - Sa, 17:15, im Kino 3
431 - So, 11:15, im Kino 3
Zum Trailer
Inhalt
Als ihre Mutter überraschend stirbt, reißt es der 25jährigen Lore den Boden unter den Füßen weg. Um den letzten Wunsch der Verstorbenen zu erfüllen, nämlich das traditionell katholische Sechswochenamt, kehrt sie in ihre Heimat zurück. Tröstlich ist die Heimkehr jedoch nicht, die Einwohner der rheinischen Kleinstadt scheinen in der Corona-Pandemie zu empathielosen Einzelkämpfern zu verkommen. Lore macht sich daran, das Leben ihrer Mutter zu archivieren und sucht einen passenden Weg für eine gemeinsame Verabschiedung. Das allerdings gestaltet sich schwierig, weil jeder in der Familie seine eigene Art hat, mit der Trauer umzugehen. Auch mit den vorherrschenden Konventionen, die diktieren, wie man Trauer auszudrücken hat, muss sich Lore auseinandersetzen.
Storyline
25‑year‑old Lore loses her mother unexpectedly. The shock throws her life into an unprecedented state of crisis just as the COVID‑19 pandemic hits, casting a fog of isolation over her small hometown in the Rhineland, where people become detached loners. Returning home to fulfill her mother’s last wish by completing a traditional six‑week Catholic service, Lore begins to archive her mother’s life. She searches for a way to say goodbye together, confronting the many ways her family mourns and the rigid social conventions that dictate how grief should be expressed.
Über den Film
„Sechswochenamt“ ist ein intimer Blick in einen Verabschiedungsprozess und überschreitet dabei immer wieder die Grenzen ins Komische. Denn für mich stecken in Trauer und Verzweiflung auch immer Leichtigkeit und Humor. Der Film soll Anstoß geben, das komplizierte Verhältnis, das wir zum Tod und zu Sterben haben, zu hinterfragen und dazu beitragen, die oft im Privaten stattfindende Trauerarbeit in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.
Regisseurin Jaqueline Jansen (Presskit zum Film)
Jacqueline Jansen hat den Stoff zu ihrem Film aus persönlichen Erfahrungen heraus entwickelt und in eine fiktionale Geschichte gepackt. Sie realisierte Sechswochenamt ohne Filmfördermittel durch ihre eigene Produktionsfirma Filmweh - lediglich mit der Unterstützung von lokalen Sponsoren und der ehrenamtlichen Leistung aller Beteiligten.
Christian Molik (Filminitiative Würzburg)
Im Zentrum der mit geringen Mitteln realisierten Produktion steht Magdalena Laubisch, die mit ihrem pointierten, wunderbar zurückgenommenen Spiel die Gefühlswelt einer Trauernden auf ebenso subtile wie eindringliche Weise vermittelt. Ihr Umfeld zeigt zwar anfängliche Anteilnahme, zieht sich jedoch schnell zurück, sodass es ihr nie erlaubt ist, sich einfach ihrem Schmerz hinzugeben. Laubisch macht dieses Spannungsfeld aus Trauer, Überforderung und innerem Zusammenreißen allein durch kleine Gesten und Blicke spürbar.
Ulf Lepelmeier (filmstarts.de)
| Regie | Jaqueline Jansen |
| Drehbuch | Jacqueline Jansen |
| Kamera | Markus Ott |
| Schnitt | Simon Dopslaf, Jacqueline Jansen |
| Ton | Bernhard Joest |
| Musik | Anna Kühlein |
| Darsteller | Magdalena Laubisch, Gerta Gormanns, Lola Klamroth, Olga Prokot, Suzanne Ziellenbach, Markus Forg-Thelen |