Le città di pianura
The Last One for the Road
Regie: Francesco Sossai
Italien | Deutschland
Spielfilm | OmeU (Italienisch) | 2025 | 100 min
Vorstellungen im Kino
325 - Sa, 19:15, im Kino 2
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Inhalt
Carlobianchi und Doriano, zwei mittellose Mittfünfziger mit der Lebensphilosophie „Der letzte Drink wird nie ausgelassen“, treffen eines Nachts auf den jüngeren Giulio, einen schüchternen Architekturstudenten, der orientierungslos durchs Leben irrt. Was als skurrile Zufallsbegegnung beginnt, entfaltet sich zu einem chaotischen Roadtrip durch die venezianische Provinz – ein Rausch aus schrägen Lebensweisheiten und unerwarteter Freundschaft, der Giulios Blick auf das Leben, die Liebe und seine Zukunft völlig auf den Kopf stellt.
Storyline
Carlobianchi and Doriano, two broke fiftysomethings with a "never skip the last drink" philosophy, meet Giulio, a shy architecture student adrift in life. What starts as a chance encounter turns into a chaotic road trip through the Venetian plains — where bad advice, hangovers, and unexpected friendship redraw Giulio’s plans for life and love.
Über den Film
Einer geht noch, ein Absacker, ein Fluchtachterl, ein finaler Drink, weil, es sitzt sich grad so gemütlich, und da liegt auch noch ein Schwank auf Lager: von damals, als wir jung waren ... Carlobianchi und Doriano haben es in ihren Leben zwar nicht weit gebracht, aber bereits unzählige „Letzte“ miteinander getrunken und unzählige Schwänke erzählt. Giulio, auf dem Heimweg aufgegabelt und mitgeschleppt, bekommt so manches zu hören im Zuge der Kneipentour, die eine Erinnerungsfahrt durch Venetien ist – melancholisch die Süße des betrunkenen Lebens feiernd.
Alexandra Seitz für Viennale.at
Zwischen Faulenzern, wilden Nächten und einem vergrabenen Schatz dreht der Regisseur aus Belluno einen zutiefst lokalen und überraschend universellen Film.
Alberto Crespi für La Repubblica
Auf der Pianura (Ebene) von Venedig bis Mailand wechseln sich Industrieansiedlungen und Bauernhöfe ab, durchsetzt von teils glanzvoll, teils unscheinbar wirkenden Städten. Als pulsierendes Herz der italienischen Wirtschaft prägt diese Region seit jeher das nationale Stimmungsbild, die politischen und sozialen Strömungen sowie die Widersprüche und Wunden des Landes.
Der Geist dieser Gegend verkörpert sich in dem sorglosen, stets leicht berauschten Carlobianchi und dem schüchtern‑nachdenklichen Doriano, die sich mit ihrem Weggfährten Giulio auf eine unheroische Entdeckungsreise begeben. Francesco Sossai verwandelt flüchtige Empfindungen in eindrucksvolle Bilder, führt uns von Ort zu Ort und präsentiert dabei Gesichter aller Art – mit einer Mischung aus Intelligenz und Leichtigkeit. Er zeigt die Schönheit einer Landschaft, die vom Kapitalismus verzerrt, aber durch ihre Menschen am Leben erhalten wird.
Der Film entfaltet sich als romantisches, melancholisches Roadmovie durch ein Land, das von seiner Vergangenheit betrunken und von seiner Gegenwart benommen ist – und dennoch unbeirrt weiterzieht.
Rebecca De Pas für Viennale.at
| Regie | Francesco Sossai |
| Drehbuch | Francesco Sossai |
| Kamera | Massimiliano Kuveiller |
| Schnitt | Paolo Cottignola |
| Ton | Marco Zambrano |
| Musik | Marco Spigariol |
| Darsteller | Sergio Romano, Filippo Scotti, Pierpaolo Capovilla, Andrea Pennacchi, Giulia Bertasi |