Girls Don't Cry
Mädchen weinen nicht
Regie: Sigrid Klausmann
Deutschland
Dokumentarfilm | dOF (Deutsch) | 2025 | 90 min
Vorstellungen im Kino
342 - Sa, 13:00, im Keller Z87
Zum Trailer
Inhalt
Sechs Mädchen aus unterschiedlichen Ländern teilen trotz verschiedenster Lebensumstände ähnliche Wünsche: Sicherheit, Selbstbestimmung und die Freiheit, ihren eigenen Weg zu gehen. Der Dokumentarfilm begleitet Nancy aus Tansania, die vor der Genitalverstümmelung flieht, und Selenna in Chile, die um die Anerkennung ihrer geschlechtlichen Identität kämpft. Die 15-jährige Engländerin Paige wird Mutter. Sinai aus Südkorea setzt sich gegen erdrückende Schönheitsideale zur Wehr. Als Roma sieht sich Nina täglich mit Armut und Ausgrenzung konfrontiert, und Sheelan lebt in Tübingen, nachdem sie aus dem Nordirak fliehen musste. So unterschiedlich die Schicksale sind: Der Film macht in eindringlichen, persönlichen Momenten sichtbar, was es weltweit bedeutet, heute ein Mädchen zu sein.
Storyline
Six young women from different countries share, despite very different life situations, the same basic wishes: safety, self‑determination and the freedom to choose their own path. Nancy from Tanzania escapes female genital mutilation, Selenna from Chile fights for recognition of her gender identity, Paige becomes a mother at fifteen, Sinai from South Korea resists the oppressive beauty standards of her society, Nina, a Roma girl, lives with poverty and exclusion, and Sheelan flees northern Iraq. Through intimate, often deeply touching moments the documentary shows how girls worldwide cope with migration, social pressure, poverty and traditional expectations, while also displaying courage, resilience and hope.
Über den Film
Nach „Nicht ohne uns“ ist „Girls don't cry“ der zweite Dokumentarfilm von Sigrid Klausmann, die hier mit ihrer Co-Regisseurin Lina Luzyte und ihrem Team an die verschiedensten Orte auf der ganzen Welt reist, um dort die eindrucksvollen Protagonistinnen zu treffen und das Publikum in deren Welt einzuführen. Durch das große Vertrauen, welches die Filmschaffenden zu den Mädchen aufgebaut haben, entsteht in jeder Sequenz sofort eine unmittelbare Nähe. Die Zuschauenden begleiten den Alltag der Mädchen und erhalten durch die Interviews einen ehrlichen Einblick in das, was sie denken und empfinden, was sie sich wünschen und wovor sie Angst haben. Die einzelnen Sequenzen, die durch die geschickte Montage miteinander verbunden werden, machen bewusst, welche Kämpfe junge Frauen auf der ganzen Welt auszufechten haben. Doch „Girls don't cry“ ist trotz all dem Bewusstsein für das, was nicht stimmt, auch ein positiver, mutmachender Film, der junge Frauen auf der ganzen Welt zu einem inspirieren kann: wahrer Girlpower.
Deutsche Film- und Medienbewertung, Prädikat „Besonders wertvoll"
Der Film beeindruckt, weil es die Regisseurin schafft, feinfühlig mit den jungen Frauen über Themen zu sprechen, die nicht so einfach zu verarbeiten sind – wie Tod, Folter oder Vergewaltigung. Die Frauen machen jeder und jedem Mut, den eigenen Weg zu gehen, und zeigen, dass es möglich ist, trotz widriger Umständen die Lebensfreude zu bewahren.
Nicole Stieger, Filminitiative Würzburg
| Regie | Sigrid Klausmann |
| Drehbuch | Walter Sittler, Sigrid Klausmann |
| Kamera | Thorsten Harms, Justyna Feicht, Gabriel Diaz, Lina Lužytė |
| Schnitt | Gregory Schuchmann |
| Musik | Lea-Marie Sittler |
| Darsteller | Nancy Julias Sureli, Selenna Pérez, Nina Aklapi, Sinai Oh, Paige Jorgdan, Sheelan Alomar |