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Promis le ciel
Promised Sky

Regie: Erige Sehiri
Tunesien | Frankreich
Spielfilm | OmdU (Arabisch) | 2025 | 92 min | im Wettbewerb

Vorstellungen im Kino

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344 - Sa, 17:45, im Keller Z87

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413 - So, 15:30, im Kino 1




Zum Trailer

 
Inhalt

Marie, ehemalige Journalistin aus Côte d’Ivoire, lebt in schon seit zehn Jahren in Tunis. Als Pastorin betreibt sie eine Untergrundkirche. In ihrer illegal angemieteten Wohnung bietet sie zwei weiteren Frauen aus ihrer Heimat Unterschlupf. Die Studentin Jolie will zielstrebig ihr Studium beenden und den Erwartungen ihrer Familie zuhause gerecht werden, während die lebhafte Naney stets auf der Suche nach dem schnellen Geld ist. Naney musste ihre Tochter in der Heimat zurücklassen und braucht nun Geld für deren Unterhalt. Das Leben der drei ist bereits kompliziert genug, als sie plötzlich auch noch die Verantwortung für ein vierjähriges Mädchen teilen: Die kleine Kenza wurde nach dem Kentern eines Flüchtlingsbootes allein aus dem Wasser gerettet. Die neue Situation stellt die Solidarität der Hausgemeinschaft auf die Probe, offenbart jedoch auch ihre Stärke.

 

Storyline

Marie, an Ivorian pastor and former journalist, has lived in Tunisia for ten years. Her home becomes a refuge for Naney, a young mother seeking a better future, and Jolie, a strong-willed student carrying her family’s hopes. The arrival of a little orphan girl challenges their sense of solidarity in a tense social climate, revealing both their fragility and strength.

 

Über den Film

„Promis le ciel“ ist nach dem großen Erfolg von „Sous les figues“ der zweite Film der tunesischen Regisseurin Erige Sehiri und hatte seine Premiere auf dem Festival in Cannes 2025. Zeitgleich mit dem Kinostart in Frankreich können wir den Film zum ersten Mal mit deutschen Untertiteln in Würzburg zeigen. Die Arbeiten von Erige Sehiri bewegen sich zwischen dokumentarischem Realismus und Erzählkino. Daneben engagiert sie sich für Meinungsfreiheit und Medienkompetenz. Unter anderen ist sie Gründungsmitglied des Filmkollektivs Rawiyat – Sisters in Film, das Filmemacherinnen in der arabischen Welt und der Diaspora unterstützt.
Gerhard Suttner, Filminitiative Würzburg

Im Februar 2023 hat der Präsident Tunesiens, Kais Saied, den Rassismus gegen Migrant:innen aus dem subsaharischen Afrika offen proklamiert. Es folgten Polizeigewalt, private Übergriffe, Prekarisierung des Wohnraums. Vor diesem Hintergrund erzählt Erige Sehiri eine figurengetriebene Geschichte über drei Frauen aus der Elfenbeinküste, die gemeinsam in Tunis leben – ihr Alltag bestimmt von einer Geopolitik, die jenseits ihrer Macht liegt. Die dokumentarische Handkamera folgt der Studentin Julie, der Pastorin Marie und der Überlebenskünstlerin Naney, denen das Schicksal ein illegales Waisenmädchen in die Arme spült.
Anna Katharina Laggner, Viennale

 

 

RegieErige Sehiri
DrehbuchErige Sehiri
KameraFrida Marzouk
MusikValentin Hadjadj
DarstellerAïssa Maiga (Marie), Debora Lobe Naney (Naney), Laetitia Ky (Jolie), Estelle Kenza Dogbo (Kenza)