Perla
Regie: Alexandra Makarová
Österreich | Slowakei
Spielfilm | OmdU (Deutsch, Slowakisch) | 2025 | 111 min | im Wettbewerb
Vorstellungen im Kino
412 - So, 13:30, im Kino 1
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Inhalt
Wien in den frühen 80er Jahren: Perla hat die kommunistische Tschechoslowakei verlassen und sich eine Existenz als Künstlerin aufgebaut. Ihre Tochter Julia hat sie allein erzogen; nun setzt sie alles daran, die talentierte junge Pianistin zu unterstützen. Eines Tages erhält Perla eine Nachricht von Julias Vater Andrej. Er wurde aus dem Gefängnis entlassen und sei schwer krank. Also macht sich Perla auf die gefährliche Reise zurück in die Tschechoslowakei. Hin‑ und hergerissen zwischen Vergangenheit und Gegenwart beginnt sie, riskante Entscheidungen zu treffen, die ihre Zukunft mit ihrer Tochter gefährden.
Storyline
In 1981 Vienna, Perla, an exiled artist and single mother, struggles to support her daughter, Julia, a talented young pianist. When Julia’s father, Andrej, claims to be seriously ill, Perla makes the dangerous journey back to communist Czechoslovakia, only to discover that he wants to force his way back into their lives. Pulled between past and present, Perla begins making reckless choices that jeopardise her future with her daughter.
Über den Film
Atemberaubend, wie Alexandra Makarová diese an die Lebensgeschichte ihrer Mutter angelehnte Geschichte erzählt, wie sich ein komplexes Frauenporträt zum (Polit-)Thriller verdüstert, wie Poláková die seelischen Bedrängnisse ihrer Figur körperlich macht. Und abgesehen von den schauspielerischen Leistungen – nebst Simon Schwarz glänzt die junge Carmen Diego durch ihr unbekümmertes Spiel – ist diese ungewöhnliche Heldinnenreise dank der Settings von Klaudia Kiczak und den Kostümen von Monika Buttinger auch ein fabelhaftes Zeitengemälde der frühen Achtzigerjahre.
Ute Baumhackl, www.kleinezeitung.at, 30. März 2025
Schritt für Schritt registriert der Film Perlas Reise in die Vergangenheit und in die ehemalige Heimat, wo sie in der Gegenwart als Fremde wahrgenommen wird. Erscheinungsbild und Wesen, Möglichkeit und Wirklichkeit, das sind die Pole, zwischen denen sich das Spannungsfeld dieses Films aufbaut.
Michael Pekler, www.diagonale.at, 2025
Makarová reiht die fesselnde Charakterstudie in bestechenden szenischen Bildern aneinander, die Perlas Künstlerinnenseele spiegeln und die Ära der frühen 1980er-Jahre aufleben lassen. Dafür gab es bei der Diagonale in Graz zu Recht Preise für Kostüm- und Szenenbild. Die Geschichte der 1985 in Košice geborenen und in Wien aufgewachsenen Regisseurin besticht außerdem durch biografische Wärme. Perla ist Makarovás Mutter, einer Künstlerin, nachempfunden. Und so geht es in dem beklemmend schönen Drama auch um den ambivalenten Grat zwischen Mutterschaft und Frau-Sein.
Valerie Dirk, www.standard.at, 11.4.2025
Das präzise platzierte und cineastisch ästhetische Ende geht direkt ins Herz insbesondere in den letzten Sequenzen! Eine allergrößte Empfehlung für diesen Film.
Dominika Krejs, ww.uncut.at, 24.03.2025
Diagonale 2025: Diagonale-Preis Kostümbild, Diagonale-Preis Szenenbild und Publikumspreis
Romy 2025: Auszeichnung in der Kategorie Beliebtester Schauspieler Film für Simon Schwarz, Auszeichnung in der Kategorie Bester Film
Viennale 2025: Auszeichnung mit dem Wiener Filmpreis
Preise und Auszeichnungen
| Regie | Alexandra Makarová |
| Drehbuch | Alexandra Makarová |
| Kamera | Georg Weiss |
| Schnitt | Joana Scrinzi |
| Ton | Johannes Baumann |
| Musik | Johannes Winkler, Rusanda Panfili |
| Darsteller | Rebeka Poláková, Simon Schwarz, Noël Czuczor, Carmen Diego |