48. Internationales Filmwochenende Würzburg vom 27. bis 30. Januar 2022

107 Mothers

Regie: Peter Kerekes
Slowakei
Spielfilm | OmeU (Russisch, Ukrainisch) | 2021 | 90 min | im Wettbewerb | Limitiertes Kontingent

Vorstellung im Kino
112 - Do, 17:00, im Kino 1 Kinokarten kaufen

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Inhalt

Lesya hat ihren Mann aus Eifersucht getötet und ist, wie die meisten anderen weiblichen Häftlinge, schwanger, als sie inhaftiert wird. Jedes der hinter den Gefängnismauern geborenen Kinder darf dort bis zu seinem dritten Geburtstag leben. Als Lesyas Sohn drei Jahre alt wird, liegen noch vier Jahre Haft vor ihr. Verzweifelt sucht sie nach jemandem, der sich um ihn kümmert. Schließlich kontaktiert sie ihre Schwiegermutter, die einwilligt, aber Bedingungen stellt: Lesya muss sich entscheiden, ihren Sohn entweder in ein Waisenhaus zu schicken, während sie die restlichen vier Jahre absitzt, oder ihn für immer an die Frau zu verlieren, deren Sohn sie getötet hat. Basierend auf wahren Geschichten, porträtiert "107 Mothers" das Leben von Häftlingen in einem Frauengefängnis in der Ukraine. Die Darstellung einer Welt von Insassen, Krankenschwestern, Wärterinnen und Babys bewegt zutiefst.

 

Storyline

Lesya has committed a crime of passion and has to serve seven years in one of Odessa’s women’s correctional facilities. She has just given birth to her first child, and now she enters a world populated only by women: inmates, nurses and wardens, women of all ages, wives and widows, daughters, sisters, pregnant women, and women with children too. If not for the color of the uniform, it would sometimes be hard to tell who is who.

 

Über den Film

Eifersucht ist eine Emotion, mit der sich viele der Frauen im Gefängnis identifizieren können. In einer Reihe von Einzelinterviews gestehen diese Frauen die Logik ihrer Morde. Ihre Antworten – einige tränenreich, andere kühl und stoisch – verleihen dem Film Textur und werfen Fragen zu Reue und Vergebung auf. Diese von Iryna geführten Interviews finden mehrmals täglich im selben Raum statt, wobei die Frauen vor derselben tristen Kulisse sitzen: ein leerer Stuhl mit einem burgunderfarbenen Plüschkissen links, ein Waschbecken hinten, ein Spiegel darüber es und eine Holztür rechts. 107 Mothers lebt von dieser Art von Liebe zum Detail und Einheitlichkeit. Kameramann Martin Kollars ruhiges Auge und sein unverwechselbarer visueller Stil lassen Kerekes’ Film sich anfühlen, als würde man langsam durch ein Fotobuch blättern. Schauen Sie genau hin und jede Aufnahme, von der Art, wie die Mütter auf der Couch sitzen, um ihre Kinder zu stillen, bis hin zu den Blicken in ihren Gesichtern, wenn sie Kuchen für ihre Kindergeburtstage backen, erzählt ihre eigene Geschichte.
Lovia Gyarkye , 2.9.2021 auf hollywoodreporter.com

 

 

RegiePeter Kerekes
DrehbuchPéter Kerekes
KameraMartin Kollár
SchnittThomas Ernst
DarstellerMaryna Klimova, Iryna Kiryazeva, Lyubov Vasylyna