48. Internationales Filmwochenende Würzburg vom 27. bis 30. Januar 2022

Un vrai bonhomme
Man Up!

Regie: Benjamin Parent
Frankreich
Spielfilm | OmeU (Französisch) | 2019 | 89 min | im Wettbewerb | Limitiertes Kontingent

 

Inhalt

Tom, ein sensibler und für sein Alter kleiner Junge, versucht an seiner neuen Schule Fuß zu fassen, was für ihn alles andere als leicht ist, denn seit einem schweren Autounfall ist er traumatisiert. Unterstützung bekommt er von seinem Bruder Leo, der Tom zum coolen Typen und richtigen Mann machen will. Leo war schon immer Toms großes, unerreichbares Vorbild - und er ist seit dem Autounfall vor zwei Jahren tot. Nun ist er ständig mit guten Ratschlägen an Toms Seite, was aber nicht immer wirklich hilfreich ist. Wird Tom irgendwann seinen eigenen Weg finden? Eine humorvoll aufgemachte Geschichte vom Erwachsenwerden unter schwierigen Bedingungen. Traurig und witzig zugleich.

 

Storyline

Tom, a sensitive and rather small boy, tries hard to fit in at his new school, which is not easy for him at all. Since a severe car accident he is traumatized. Tom is supported by his older brother, who wants to turn him into one of the cool kids, a real man. The brother, however, has been dead for two years, since the accident. Now, he is constantly at Tom's side, plastering him with well-meant, not always helpful advice. Will Tom find his own way some day?

 

Über den Film

Eine sehr schöne Überraschung, intelligent und berührend.
Frabrice Leclerc in Paris Match

Un vrai bonhomme mangelt es nicht an Qualitäten, ein sanfter und fast freudiger Film über die Trauer, getragen von charismatischen jungen Schauspielern.
Murielle Joudet in Le Monde

Un vrai bonhomme mangelt es nicht an Qualitäten, ein sanfter und fast freudiger Film über die Trauer, getragen von charismatischen jungen Schauspielern.
Murielle Joudet in Le Monde

Wie soll man das Innenleben eines schmächtigen Teenagers und seine Suche nach Identität angesichts einer High-School-Welt beschreiben, in der die Diktatur des Aussehens einige automatisch als Trottel und andere (sportliche, laute Kinder) als beliebt einstufen? Dies ist der Weg, den der Regisseur und sein Co-Drehbuchautor Théo Courtial eingeschlagen haben, eine gefährliche Option, die sich als weitgehend gewinnbringende Wahl herausstellt, da sie nicht nur der Welt zwei hervorragende junge Schauspieler offenbart, sondern es ihnen erlaubt, sich mit dem zentralen Thema des Films zu befassen: den sozialen Strukturen, die Männlichkeit definieren. Ihr Protagonist Tom, der 16 ist, aber viel jünger aussieht, lebt effektiv im Schatten seines Bruders Leo, eines versierten Sportlers, der sich einer lässigen und magnetischen Persönlichkeit erfreut, und zwei Jahre zuvor bei einem Autounfall im Alter von 19 Jahren starb. Sein Tod lastet besonders schwer auf dem Vater der Jungen. Ihre Mutter versucht unterdessen, in die Zukunft zu schauen, während sie darauf wartet, dass ihr neues Baby geboren wird. Unser Protagonist ist psychisch geschädigt und verunsichert durch den Tod seines angebeteten großen Bruders, der für Tom ein unerreichbares Vorbild war. Er lebt jetzt in der nahezu ständigen Gesellschaft des Geistes seines Bruders, der ihn berät, ermutigt und ihn liebevoll verspottet. Er versucht, sich in eine neue Highschool zu integrieren und sich der schönen Clarisse bemerkbar zu machen, sowie Freundschaft und Respekt von den Top-Jungs (und gelegentlich den Belästigern) Steeve und Victor zu bekommen.
Fabien Lemercier, cineuropa.org

 

 

RegieBenjamin Parent
DrehbuchBenjamin Parent
KameraPierre Cottereau
SchnittBeatrice Herminie
TonPierre Mertens
MusikPierre Lefeuvre
ProduzentCaroline Adrian
DarstellerThomas Guy (Tom) Benjamin Voisin (Leo) Isabelle Carré (Ariane) Laurent Lucas (Vincent)