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Mikuba
Cobalt

Regie: Petna Ndaliko Katondolo
Kongo, Demokratische Republik
Dokumentarfilm | OmeU (Suaheli, Französisch) | 2025 | 61 min | im Wettbewerb

Vorstellungen im Kino

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152 - Do, 19:45, im Siebold-Museum

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443 - So, 16:00, im Keller Z87

in Mikuba


Zum Trailer

 
Inhalt

Im Kongo werden rund drei Viertel des weltweiten Bedarfs an Kobalt gewonnen, dem Rohstoff der neben Lithium essenziell ist für den Ausbau von Elektromobilität und erneuerbaren Energien. Damit wirft der Film einen wichtigen Blick auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen derjenigen, die die Grundlagen für unsere grüne Zukunft sichern. In der Region Kolwezi wird der Rohstoff mit einfachsten Mitteln abgebaut, auch mit Hilfe von hart arbeitenden Kindern. Transport und Weiterverarbeitung liegen beinahe ausschließlich in der Hand großer chinesischer Firmen. Marie Glodie Leance, eine entschlossene und einfallsreiche Kleinhändlerin, versucht, sich den chinesischen Händlern zu widersetzen und sucht Meister Kangalele auf, der ihr die kulturelle Bedeutung des Kobalts für die dort lebenden Menschen näher bringt.

 

Storyline

Around three quarters of the world's cobalt, a raw material that, alongside lithium, is essential for the expansion of electromobility and renewable energies, is mined in the Congo. The film thus takes an important look at the living and working conditions of those who are securing the foundations for our green future. In the Kolwezi region, the raw material is mined using the simplest of means, including the help of hard-working children. Transport and further processing are almost exclusively in the hands of large Chinese companies. Marie Glodie Leance, a determined and resourceful small trader, tries to resist the Chinese traders and seeks out Master Kangalele, who explains to her the cultural significance of cobalt for the people living there.

 

Über den Film

Mikuba führt uns in die Kobaltadern von Kolwezi, ins pumpende Herz der weltweiten Kobaltreserven, wo der Kampf um eine grüne Zukunft in Staub und Hitze ausgetragen wird. Der globale Wettlauf um diesen wesentlichen Baustein für Elektroautos und erneuerbare Energien setzt Land und Menschen einem gewaltigen Druck aus. Inmitten dieses Gerangels zeigt der Film das Leben der lokalen Bergleute, die den Reichtum und das Wissen ihrer Vorfahren bewahren. Im Mittelpunkt steht Mama Leance, eine erfinderische und entschlossene Händlerin, die sich im Labyrinth multinationaler Kupfer- und Kobaltgiganten, die die Region beherrschen, ihren Weg bahnt. Ihre Reise enthüllt die nackte Realität eines auf Ausbeutung ausgerichteten Systems, führt sie aber auch auf eine unerwartete Spur: zu Meister Kangalele, dem geheimnisvollen Hüter der uralten Praxis von Lwanzo Lwa Mikuba. Seine Lehren erwecken die spirituellen und kulturellen Dimensionen des Landes zum Leben und bieten eine Gegenerzählung zu den ausbeuterischen Kräften, die sie auszulöschen drohen.
berlinale.de

MIKUBA ist mehr als eine Geschichte. Er ist ein mir entgegengebrachtes Vertrauen und ein Privileg, das mir die Bergleute vor Ort gewährt haben, indem sie mich in ihre Welt einließen. Ihr Vertrauen ermöglichte es, diese Geschichte aus dem Inneren ihrer Gemeinschaft heraus zu erzählen – aus einer Perspektive, die nicht nur Menschen, sondern auch das Land und alle Lebewesen mit einbezieht. [...] Der Film ist ein Versuch, den Stimmen Gehör zu schenken, die oft zum Schweigen gebracht werden. Es ist ein Aufruf, sich neu vorzustellen, was möglich ist, wenn wir die Ökologie der Vorfahren und die Rechte der Indigenen in die Debatten über die Ausbeutung der Ressourcen einbeziehen.
Petna Ndaliko Katondolo über seinen Film, arsenal-berlin.de

 

 

RegiePetna Ndaliko Katondolo
DrehbuchPetna Ndaliko Katondolo
KameraPetna Ndaliko Katondolo