46. Internationales Filmwochenende Würzburg vom 30. Januar bis 02. Februar 2020

Und die Gewinner sind…

Das 46. Internationale Filmwochenende Würzburg ist (fast) zu Ende. Während die Kinosäle noch rege besucht sind, findet bereits die Preisverleihung statt.

Vorstandsmitglied Christian Molik zu den Gewinnerfilmen: „Die beiden Gewinnerbeiträge des Spielfilm- und des Dokumentarfilmwettbewerbs fesseln mit gezeigten Lebensumständen, die unerträglich erscheinen – von Menschen, denen nur bleibt, nicht aufzugeben und auf ein besseres Leben zu hoffen. Dies berührt und macht atemlos auf unvergleichliche Art und Weise. ‚For Sama‘ von und über die Kriegsberichterstatterin Waad al-Kateab im belagerten Aleppo, die während der Kämpfe eine Tochter bekommt, erschütterte das Würzburger Publikum regelrecht. ‚Buoyancy‘, in dem die eindrucksvollen Weiten der thailändischen Meeresgebiete dem Mikrokosmos einers Fischertrawlers gegenübergestellt wird, war wiederum nicht umsonst Australiens Kandidat für das Oscar-Rennen.“

Mindestens genauso glücklich wie die Macher unserer Gewinnerfilme sind wir von der Filminitative Würzburg. Auch das diesjährige Filmwochenende war ein voller Erfolg – sowohl in Zahlen als auch in Sachen Besucherfeedback. Trotz der krankheitsbedingten Festivalverkleinerung von sechs auf vier Säle in diesem Jahr wurden rund 7.000 Tickets gelöst, mehr Vorstellungen denn je waren ausverkauft.

„Durch das Streichen einiger Programmpunkte und der räumlichen Zusammenführung der Festivalstätten waren die Filminitiative-Mitglieder seit Jahren zum ersten Mal wiede dauerhaft vereint und konnten meistens sogar ausschlafen, bevor es losging“, freut sich Vorstandsmitglied Viviane Bogumil. „Die neu geschöpfte Kraft und gute Stimmung im Team färbten auf unser Publikum ab. Das motiviert uns, 2021 ein mindestens genauso schönes Festival auf die Beine zu stellen.“

Und hier die Gewinner der einzelnen Kategorien:

Spielfilm

1. „Buoyancy“ von Rodd Rathjen (2.500 Euro von VR-Bank Würzburg)
2. „Nos vies formidables“ von Fabienne Godet
3. „Coup“ von Sven O. Hill

Dokumentarfilm

1. „For Sama“ von Waad al-Kateab und Edward Watts (1.500 Euro von Vogel Communications Group)
2. „Das Wunder von Taipeh“ von John David Seidler
3. „Sea of Shadows“ von Richard Ladkani

Kurzfilm

„Hörst du, Mutter?“ von Tuna Kaptan
„Daughter“ von Daria Kashcheeva (jeweils 1.000 Euro von Würzburger Hofbräu GmbH und Midlifeclub, Würzburg)

Die Selbstgedrehten

„Gähnende Lehre“ von Röntgenfilm Würzburg (150 Euro von Bezirk Unterfranken)