46. Internationales Filmwochenende Würzburg vom 30. Januar bis 02. Februar 2020

Stummfilm-Matinée

Die diesjährige Stummfilm-Matinee garantiert wieder einmal Gänsehaut-Momente – und nicht nur deswegen, weil Richard Oswalds „Unheimliche Geschichten“ auf der Leinwand schaurig-schöne Unterhaltung bieten, sondern auch weil der diesjährige Live-Act Michael Riessler für Musik steht, die unter die Haut geht.

Der außergewöhnliche Klarinettist hat mit so unterschiedlichen Künstlern wie John Cage, Karlheinz Stockhausen und David Byrne zusammengearbeitet, mit den Berliner Philharmonikern und der WDR-Big-Band musiziert, unzählige CDs veröffentlicht und wurde u.a. mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Nicht umsonst nennt ihn die FAZ einen „der vielseitigsten deutschen Komponisten und Musiker“.

Für Richard Oswalds Stummfilm „Unheimliche Geschichten“, der aus den Archiven gerettet und aufwändig restauriert wurde, komponierte und produzierte er einen neuen Soundtrack. Das Filmwochenende zeigt die beiden ersten Geschichten aus dem Episodenfilm, die Michael Riessler live mit der Bassklarinette, zusätzlich zum Soundtrack, begleiten wird.

Die „Unheimlichen Geschichten“ mit den drei Leinwandstars der Weimarer Republik Anita Berber, Conrad Veidt und Reinhold Schünzel erlebten ihre Premiere am 5. November in Berlin und begeisterten ihr Publikum mit flotter Erzählweise, clever eingesetzter Tricktechnik und großer Schauspielkunst (jede/r der drei Hauptdarsteller/innen spielt in jeder Episode eine andere Rolle).

Zum Inhalt: Mitternacht! Zwölfmal schlägt die Uhr in einem Antiquariat und die Geisterstunde beginnt! Der Teufel, der Tod und die Dirne steigen aus ihren Wandgemälden und beginnen sich zu amüsieren: Schaurige Geschichten werden geflüstert, die Seele seufzt, Licht und Schatten mischen sich, holländische Damen verschwinden spurlos aus Hotelzimmern und bildschöne Frauen bringen den ein und/oder anderen Mann um den Verstand. Bis die Uhr zur nächsten vollen Stunde schlägt…

Pressestimmen

„Carl Hoffmanns Kamera fängt das Spiel meisterhaft ein und zeigt dabei eine für 1919 ungewöhnlich große Variabilität, die von der Totale bis zur extremen Nahaufnahme reicht. Der Film ist zudem flott geschnitten und die episodenhafte Erzählweise läßt ohnehin keine Längen aufkommen.“ (www.stummfilm-magazin.de)

„Die neu komponierte Musik des Films setzt frische Akzente und verstärkt den Gruselcharakter der Geschichten.“ (www.filmdienst.de)