48. Internationales Filmwochenende Würzburg vom 27. bis 30. Januar 2022

La Verónica

Regie: Leonardo Medel
Chile
Spielfilm | OmeU (Spanisch) | 2020 | 100 min | im Wettbewerb | Limitiertes Kontingent

Vorstellung im Kino
316 - Sa, 21:30, im Kino 1 Kinokarten kaufen

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Inhalt

Verónica Lara ist jung, hübsch, Frau eines berühmten Footballspielers und frischgebackene Mutter. Sie führt ein luxuriöses Leben, in dem sie sich noch nicht einmal um ihr Baby selbst kümmern muss. In den sozialen Medien ist sie ein Star, ihr Traum sind zwei Millionen Follower auf Instagram, was ihr eine lukrative Beauty-Kampagne ermöglichen würde. Zwischendurch gibt sie Interviews für ein Buch über sich selbst. Verónicas Hochglanz-Welt gerät ins Wanken, als gegen sie wegen Mordes ermittelt wird: Vor zehn Jahren soll sie ihre erste Tochter getötet haben. Die Hauptdarstellerin gleitet mühelos zwischen Launen und Personas hin und her, so dass wir als Zuschauer nie ganz sicher sind, was hinter der Fassade liegt. Verónicas ständige Machtspiele bleiben bis zuletzt überzeugend und verleihen dem Film eine verstörende und auf unheimliche Art aktuelle Note.

 

Storyline

Verónica Lara is young, pretty and the wife of a famous football player. She is popular on social media and, at least from the outside, leads the perfect life. Verónica lives in a beautiful villa, does not have to clean or look after her newborn baby and spends her days at the pool or in photo shoots. In between, she gives interviews for a book about herself and meticulously maintains her Instagram account, in the hope of reaching two million followers and landing a beauty campaign she desperately wants. Her world collapses when she becomes the prime suspect for the murder of a baby she had 10 years earlier. Verónica's constant power games and affairs remain convincing to the very end and give the film a disturbing, but eerily contemporary feel.

 

Über den Film

Das satirische Porträt dieser chilenischen Victoria Beckham ist ein vergnüglicher Rundumschlag, bei dem die Grenzen zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre, Wahrheit und Lüge, Ethik und Immoralität verschwimmen. Jede Plansequenz enthüllt eine neue Facette der Figur, mal abstoßend und berührend, mal tiefsinnig und oberflächlich. Die radikale Verfahrensweise des Films findet ihre volle Berechtigung, sobald die menschlichen Beziehungen analysiert werden, die nur noch in mediatisierter Form existieren. Die landesspezifische Kritik (an der chilenischen Gesellschaft) gilt selbstverständlich für den globalen Kontext, denn diese faszinierende Figur verkörpert in allen Einzelheiten unsere heutige Zeit.
Fimfestspiele von Biarritz

Mariana di Girólamo, a Chilean actress, embraces this role to the fullest – she’s a master of disguise, whom we can never really crack, infiltrate or define. Layers of controlled reactions, fake grins and meaningless but oh-so-well-put-together words create a shell so thick that’s impossible to see through it. After her solid performance in Ema (2019), di Girólamo rises as one of the most curious icons of not only Chilean cinema, but indie as a whole.
https://culturalhater.com/la-veronica-2020-review/

 

 

RegieLeonardo Medel
ProduzentJuan Pablo Fernandez, Daniel Ferreira, Alejandra Rosales