48. Internationales Filmwochenende Würzburg vom 27. bis 30. Januar 2022

Ein erfolgreiches 47. Internationales Filmwochenende geht zu Ende

Wir sind begeistert, man kann es nicht anders sagen. Mittwochnacht ist ein außergewöhnliches 47. Internationales Filmwochenende Würzburg zu Ende gegangen. Bis 0.00 Uhr wurde noch tüchtig gestreamt, sodass wir nach sieben Festivaltagen rund 5.500 Abrufe verzeichnen konnten. Das ist für uns ein Riesenerfolg, bedenkt man, dass die Streaming-Tickets nicht an eine Zuschauerzahl gebunden waren, damit also auch eifrig gemeinsam geschaut wurde und auf einen Aufruf oftmals mehrere Personen kommen. Besonders freut uns der rührend hohe Anteil an Soli-Tickets. Vielen Dank allen ZuschauerInnen für das damit einhergehende Lob und Vertrauen!


„Wir weigerten uns im Vorfeld, auch nur ein grobes Ziel zu formulieren. Trotzdem wurden damit alle vagen Vorstellungen übertroffen“, so Vorstand Christian Molik. Vorstandskollege Thomas Schulz: „Wir bedanken uns ebenfalls für das tolle Feedback gerade von unseren Stammgästen, von denen viele erstmals einen Film zu Hause streamten.“ Ebenso freut sich das gesamte Festival-Team, dass ein Großteil der Gäste für die Filme abstimmte, sodass wir nun auch unsere Wettbewerbsergebnisse verkünden können, die Sie hier ausführlich nachlesen können. Ihre Gewinnerfilme sind: „Winterreise“ von Anders Østergaard und Erzsébet Rácz (Spielfilm), „Was tun“ von Michael Kranz (Dokumentation) und „María“ von Zoé Salicrup-Junco.

Unser Vorstands-Trio zu den Gewinnerfilmen: „Dass der finale Film von Bruno Ganz gut ankommen würde, war uns natürlich klar. Doch auch dessen Kern, das Leben eines jüdischen Musikers im Dritten Reich, dessen vermeintliche Privilegien und die Schuld, die er fühlt, aber nicht ausdrücken kann, hat unser Publikum mitgenommen“, erklärt sich Christian Molik das Ergebnis in der Kategorie Spielfilm. Thomas Schulz freut es besonders, dass „Was tun“ unter den Dokumentationen so gut bewertet wurde, „da Michael Kranz ein junger Filmemacher ist, ausgebildet an der HFF München. Sein Film könnte persönlicher nicht sein, geht es darin doch um seine Gewissensbisse und Machtlosigkeit, die er fühlt, als er sich selbst vor Ort mit den Bedingungen von Zwangsprostituierten in Bangladesch auseinandersetzt.“ Viviane Bogumil abschließend zum Kurzfilm-Gewinner „María“: „Ein wirklich starker, weil hochsensibler Kurzfilm der Puerto-Ricanerin Zoé Salicrup-Junco. Sie zeigt eindrücklich, dass Naturkatastrophen wie Hurrikan María 2017 nicht nur physische Zerstörung zurücklassen, sondern die Folgen auch psychisch zur Belastung werden.“

Die GewinnerInnen wurden bereits informiert. Ihre ersten Reaktionen können Sie auf unserer Homepage nachlesen. Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei allen FilmemacherInnen, die zum tollen Programm beigetragen haben, bei unserem begeisterungsfähigen Publikum und ganz besonders auch bei unserem Team, das abermals ein schwieriges Festival mit viel Freude und (Selbst-)Verständnis gewuppt hat. Auf ein gemeinsames 2022!