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Lønsj (Eva Sørhaug, N 2008)

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Cold Lunch 

Farbe | OmU | 90 min

 
Christer ist ein Versager, wie er im Buche steht: Er lebt in Oslo ein unbedarftes Leben und glaubt, dass er durch seinen Charme immer wieder aus prekären Situationen herauskommt.  Doch den ständigen Geldmangel machen seine Mitbewohner nicht mehr mit und drohen, ihn vor die Türe zu setzen. In der Waschküche erinnert er sich, dass sein Geld für die Miete noch in der Weste steckt, die er gerade wäscht, und er kann sich nur noch durch Abschalten der Hauptsicherung weiterhelfen. Was er nicht weiß: Er verändert in diesem Moment ganz ungewollt das Leben einiger seiner Nachbarn. Als der Hausmeister den Sicherungsschalter wieder aktiviert, stirbt oben im Haus ein älterer Mann beim Reparieren einer vermeintlich defekten Lampe durch einen Stromschlag. Dessen leicht verhuschte Tochter Leni, die nun zum ersten Mal in ihrem Leben allein ist, verliert daraufhin das Wohnrecht. Auch die junge Mutter Heidi kommt nun mit nasser Wäsche nach Hause und wird dafür – wie für beinahe alles was sie tut – von ihrem überforderten Ehemann geschlagen. Der wiederum ist der Makler, der Leni auf die Straße setzen wird...
Eva Sørhaug knüpft in ihrem Episodenfilm ein dichtes nachbarschaftliches Geflecht und vereint dabei schwarzen skandinavischen Humor mit poetischen und zarten Bildern. Und obwohl ihr Film die ganze Brüchigkeit menschlicher Existenz offenbart, entwickelt er doch positive Perspektiven.