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Aus wenigen Filmen eines Filmschauspielers lässt sich kein Gesamtporträt, noch nicht einmal eine Hommage komponieren. Aber wann passiert es unsereinem schon, dass man das Gefühl hat, man habe bei einem Schauspieler des Jahrgangs 1950 einen freien Blick auf die ganze Person? Als Carrière mit seinem allerersten Film unter Volker Schlöndorff, „Der junge Törless“, fast noch als Schüler Furore machte, haben das auch Schüler wahrgenommen. Dies umso mehr, als der Roman von Robert Musil durchaus noch nicht zur Standardlektüre an Schulen gehörte und Musil vielen Deutschlehrern, wenn nicht unbekannt, so doch suspekt war. Vieles, was in dem Roman geschah, war dunkel und fremd – Carrière gelang für die Musil’sche Mischung aus Klarheit und Befremdlichkeit eine wunderbare Ausprägung. Seither hat Carrière in einer Vielzahl an Filmen mitgewirkt, als einer der wenigen deutschen Schauspieler auch in internationalen Produktionen, wie „Malpertuis“, wenn auch nicht in ganz großen Rollen, aber zusammen mit Großen ihres Faches wie Orson Welles. Wir können in unserer Retrospektive nur einen kleinen Ausschnitt seiner schauspielerischen Leidenschaft vorführen und verweisen darüber hinaus auf die filmografischen Hilfsmittel.

Hier die im Rahmen de Festivals gezeigten Filme:
"Die Entbehrlichen"
"Malina"
"Malpertuis"